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Januar 2016: Kardy

Kardy: Wie er zu uns kam...

Der Kardy, auch Cardy, Kardone oder spanische Artischocke genannt, ist vermutlich die Stammform der Artischocke.

Während von der Artischocke die geschlossenen Blütenköpfe gegessen werden, sind es vom Kardy die gebleichten Blattstiele. Beide Gemüse, aus der Familie der Korbblütler, stammen aus der Mittelmeergegend.

Hier ein paar leckere Rezepte.

Ein Reisender des 16. Jahrhunderts soll gesehen haben, wie die Spanier den Kardy roh zu Fleisch verspeisten, und daraufhin Samen des ihm bisher unbekannten Gemüses erstanden und nach Belgien geschickt haben.

Kardy, eine sehr dekorative, distelähnliche Pflanze, findet sich auf verschiedenen Gemälden niederländischer Meister. Ob ihm im Nordeuropa des 17. Jahrhunderts auch die Bedeutung eines ‚Volksgemüses’ zukam, ist unklar.

In unseren Breiten soll der Kardy jedenfalls erst mit der Artischocke, d.h. vor wenigen Jahren, bekannt geworden sein. In der französischen Schweiz – frischer Kardy ist dort oft Teil des weihnachtlichen Festessens – hat er sich breiter durchsetzen können als in der deutschen Schweiz und in Deutschland, wo er hauptsächlich als Dosengemüse angeboten wird.

Die grünen Stängel des Kardy werden, bevor sie auf den Markt kommen, gebleicht. Dies kann entweder direkt auf dem Feld geschehen oder in einem dunklen Raum. Im ersten Fall werden die Pflanzen auf dem Feld mit Wellkarton oder schwarzer Folie eingebunden, im zweiten Fall mitsamt den Erdballen ausgegraben, in einem dunklen Raum gebleicht und dadurch auch vor dem Frost in Sicherheit gebracht.

Kardy ist ein schmackhaftes Gemüse, das reichlich Mineral- und Gerbstoffe enthält, dazu Fermente und Vitamine. Kardy ist leicht bekömmlich und daher auch als Diätgemüse sehr geeignet.

In Medizinbüchern aus vergangener Zeit wird Kardy als Heilpflanze gegen innere Fisteln und Darmleiden erwähnt. Zu diesem Zweck, so wurde empfohlen, sei die getrocknete Wurzel des Kardy zu Pulver zu verstossen und mit Latwerge zu mischen.


Erntezeit: Vor dem ersten Frost wird geerntet, später laufend gebleicht.

Aufbewahren: Einmal gebleichter Kardy sollte innerhalb einer Woche aufgebraucht werden. Während dieser Zeit bei 5 Grad Celsius lagern.

Vorbereiten: Stachlige Ränder und grobe Fasern vorsichtig abziehen,waschen.

Zubereiten: Sieden im Dampf, sieden im Essig-Würz wasser oder sieden im Milchwasser (wird durch die Milch weniger bitter!)