Märittage

Dienstag
09.00 - 12.15h

Münchenbuchsee  

 

Mittwoch
09.15 - 12.15h

Fraubrunnen

 

Mittwoch
17.00 - 19.00h

Bern-Bümpliz

Donnerstag

17.00 - 19.00h

Bern Breitenrain

Freitag

09.00 - 12.30h

Bern Burgernziel

Freitag

17.00 - 19.00h

Ostermundigen, Oberfeld

 

Samstag

09.15 - 13.00h

Jegenstorf

 

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August 14: Tomaten

Eine kleine Entwicklungsreise der Tomatenpflanze

Ende Februar/Anfangs März kommen die Samen in die Erde. Früher macht es nicht viel Sinn Tomaten auszusäen, da diese viel Licht brauchen um zu wachsen.

Die Tomatensamen kommen in eine Saatschale und werden mit einer dünnen Schicht von Vermiculite bedeckt. Das ist ein hochwertiges Substrat, welches vor dem ausdrocknen schützt, keimfrei und deshalb kaum anfällig für Bakterien ist und Pilzbildung verhindert. Die Samen brauchen sehr viel Wärme um zu keimen. Nach 1-2 Wochen erscheinen die ersten Keimblätter.

Sobald sich das erste typische Tomatenblatt (nach den Keimlingsblätter) beginnt zu entwickeln, wird es Zeit die Pflänzchen zu pikiert. Jedes Pflänzchen kommt einzeln in ein Töpfchen des Tableau. Hat der Setzling dann eine Höhe von etwa 10cm erreicht, wird er erneut umgetopft, aus dem Tableau in ein etwas grösseres Töpfchen.

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Man könnte natürlich die Tomatenpflanze auch direkt in ein grösseres Töpfchen pikieren. Der Vorteil beim zweimaligen umtopfen besteht darin, dass man im Beginn Platz sparen kann.

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Erst Mitte bis Ende April ist die Pflanze gross und kräftig genug, um in unseren Folientunnels in den Boden gepflanzt zu werden.

Ist sie erst einmal an ihrem neuen Platz, wird sie auch gleich aufgebunden. Alle hochwachsenden Tomaten brauchen eine Kletterhilfe, da Sie sonst die Last ihrer Früchte nicht tragen können und umknicken. Dafür haben wir auf ca. 2m Höhe einen Draht gespannt. Die Pflanze wird vorsichtig um eine nicht zu dünnen Schnur gewickelt, die am einen Ende unten am Stengel anderseits oben am Draht befestigt ist. Die Pflanze wird einmal pro Woche weiter gewickelt.

Die Tomatenpflanze hat einen hohen Wasserbedarf. Sie mag es jedoch nicht, wenn ihre Blätter nass werden. Keine Pflanze, die haarige Blätter hat mag das. Nasse Blätter begünstigen die gefürchtete Krautfäule (Phytophtera).

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Die Tomatenpflanze ist bestrebt sich ständig zu verzweigen, also Seitentriebe auszubilden. Dies hat zur folge, dass es kleinere Früchte gibt, da die Pflanze ihre Kraft in die Triebe und Blätter steckt. Zudem wird der Busch sehr üppig und unübersichtlich, so dass man schon mal reife Tomaten übersieht. Bei so vielen Zweigen wird es auch schwierig die Pflanze richtig zu stützen.

Deswegen muss man die Tomaten ausgeizen resp. ausbrechen. Die kleinen Seitentriebe, die aus den Blattachseln spriessen, sollten so schnell wie möglich mit zwei Fingernägeln ausgeknipst werden – je kleiner der Trieb ist, um so kleiner wird die Wunde und um so schneller kann die Pflanze ihre Kraft wieder in die Früchte stecken. Das muss regelmässig wiederholt werden, da die Pflanze nicht aufhört Seitentriebe zu bilden.

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Wenn alles gut geht und die Pflanze wächst und gedeiht und auch das Wetter mitspielt, so können wir ab Juli die ersten reifen Tomaten ernten. Und dann können Sie diese bei uns auf dem Märit kaufen und geniessen.

Fragen Sie sich, warum es bei uns nicht schon im Februar oder März Tomaten gibt? Das liegt daran, dass wir keine zusätzliche Energie verwenden – im Gegensatz zu Treibhäusern die dauernd auf 20°C beheizt werden.

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